Geplante Baumaßnahmen
Für die Elektrifizierung der Hochrheinbahn sind zahlreiche Baumaßnahmen notwendig, damit zukünftig neue elektrische Züge auf der Strecke fahren können. Um auf der Strecke ein verbessertes Angebot mit einem stabilen Bahnbetrieb realisieren zu können, reicht die Elektrifizierung alleine nicht aus. Anpassungen an der Strecke sowie Umbauarbeiten an den Stationen sind daher ebenso Bestandteil des Projekts.
Damit Sie einen Einblick in alle anstehenden Ausbaumaßnahmen bekommen, möchten wir Sie zu einem virtuellen Ausflug von Basel nach Erzingen einladen. Unser Projektleiter Ronald Heil nimmt Sie mit und erklärt an den einzelnen Punkten, wie sich die Hochrheinbahn durch das Projekt verändern wird.
Auf einen Blick
Bauzeitplan
Die Bauarbeiten für den Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn sind im September 2025 gestartet. Die ersten Arbeiten im Bereich zwischen Grenzach und Rheinfelden finden unter laufendem Bahnbetrieb statt.
Ab April 2026 ist vorgesehen, die Hochrheinbahn zwischen Rheinfelden und Erzingen für die Bauarbeiten zu sperren. Der Abschnitt Waldshut – Erzingen soll im März 2027, der Abschnitt Rheinfelden – Waldshut im Juli 2027 wieder für den Bahnverkehr geöffnet werden.

Maßnahmen zur Elektrifizierung
Auf dem gesamten Streckenabschnitt zwischen dem Badischen Bahnhof in Basel und dem Bahnhof Erzingen (Baden) entsteht eine Oberleitung, um die Hochrheinbahn künftig mit Strom zu versorgen. Dabei soll es eine Anbindung an die bestehenden Oberleitungsanlagen der DB und der SBB in den Bahnhöfen Basel Bad Bf, Waldshut und Erzingen (Baden) geben. Von den insgesamt 75 Kilometern Strecke befinden sich rund zwei Kilometer auf dem Schweizer Staatsgebiet (Kanton Basel-Stadt).
Für die Elektrifizierung spielt die Erdung aller betroffenen Bauwerke und Bauteile im Planungsbereich eine wichtige Rolle. Zudem ist eine Anpassung der Stellwerkstechnik, u.a. im Elektronischen Stellwerk (ESTW) Waldshut notwendig, ebenso wie die Einrichtung neuer Kabel und Kabelführungen, Weichenheizungen und Gleisfeldbeleuchtungen.
Für die Versorgung der neuen Oberleitung mit Bahnstrom sind ein dezentrales Umrichterwerk bei Tiengen, eine elektrische Kuppelstelle in Grenzach und die entsprechende Anbindung an die bestehende Hochspannungsversorgung vorgesehen.
Im Rahmen dieser Arbeiten werden auch Umweltschutz- und Lärmschutzmaßnahmen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen einschließlich der Schaffung von Ausgleichsflächen und Ersatzhabitaten durchgeführt.
Maßnahmen zum Ausbau der Infrastruktur
Für die Modernisierung der Hochrheinbahn ist ein grundlegender Umbau der Stationen Waldshut, Lauchringen und Tiengen vorgesehen. Zudem entstehen auf der Strecke die drei neuen Haltepunkte Rheinfelden-Warmbach, Bad Säckingen-Wallbach und Waldshut–West.
Alle Bahnsteige werden dabei mit einer Bahnsteiglänge von 155 m und einer Höhe von 55 cm über Schienenoberkante zum niveaugleichen Ein- und Ausstieg ausgebaut. Insgesamt sind 36 Bahnsteige an 17 Stationen auf je 155 m anzupassen. 33 Bahnsteige werden von 38 cm auf jeweils 55 cm Einstiegshöhe umgebaut.

Warum wir bauen? Damit die Menschen wieder auf uns bauen können.
Zu alt, zu störanfällig und voll. Nicht nur auf der Hochrheinbahn sind diese Probleme bekannt und müssen angegangen werden. Wir packen an, um mehr Komfort und Verlässlichkeit auf die Schiene zu bringen. Für ein nachhaltiges Einsteigen und ein entspanntes Ankommen.
