

Donnerstag, 16.07.2026
Wer dieser Tage in Laufenburg (Baden) unterwegs ist, merkt schnell, dass die Arbeiten für den Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn in vollem Gange sind. Der Fokus der Bauarbeiten liegt derzeit vor allem auf dem Ausbau der beiden Stationen, ehe zu einem späteren Zeitpunkt die anspruchsvolle Elektrifizierung des Rappensteintunnels folgt.
Eine Herausforderung am Haltepunkt Laufenburg (Baden): Die örtlichen Gegebenheiten rund um die Station. Um die für die Elektrifizierung notwendigen Oberleitungsmasten errichten zu können, sind umfangreiche Bauarbeiten an der Bahnhofstraße und den Bahnübergängen erforderlich. Zunächst erfolgte unter anderem der Rückbau der zur Bahnhofstraße gelegenen Stützwand, damit dort die Fundamente für die Oberleitungsmasten hergestellt werden konnten. Aktuell laufen in dem Bereich Arbeiten zur Umverlegung zahlreicher unterirdischer Leitungen. Im weiteren Bauverlauf werden die Oberleitungsmasten dann auf einer neuen Stützwand aufgestellt.
Die beengten Platzverhältnisse spielen auch beim Ausbau der Station eine wichtige Rolle. Damit künftig längere Züge in Laufenburg (Baden) halten können, müssen die beiden Bahnsteige um 35 m verlängert werden. In Richtung Rappensteintunnel ist dies jedoch nicht möglich, entsprechend erfolgt die Verlängerung in Richtung Basel. Aufgrund der Bahnsteigverlängerung sind aus Sicherheitsgründen unterhalb des südlichen Bahnsteigs zeitweise Sperrungen der Laufenburger Acht nötig.
Am Haltepunkt Laufenburg Ost ist der Ausbau bereits deutlich vorangeschritten. In den vergangenen Wochen wurden insbesondere auf der zur Straße gelegenen Seite umfangreiche Verbauarbeiten durchgeführt, die der Sicherung der dortigen Baugrube dienen. Im nächsten Schritt erfolgt der Aushub auf die endgültige Tiefe, bevor anschließend das sogenannte Trogbauwerk hergestellt wird. Auf der gegenüberliegenden Seite am Gleis 2 lässt sich bereits erahnen, wo demnächst die Winkelstützwände gesetzt werden. Diese L-förmigen Betonfertigteile bilden später die Seitenwände eines weiteren Trogbauwerks und sichern die angrenzende Böschung. Die Maßnahmen sind Teil des Umbaus der Rampenanlagen, die künftig einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen ermöglichen werden.