

Montag, 03.11.2025
Wo die DB für neue Bahnanlagen in die Natur eingreifen muss, schafft sie einen Ausgleich. Aus diesem Grund arbeitet die DB bereits seit Monaten an der Anlegung von Ersatzlebensräumen für Tierarten, die im Bereich der geplanten Baumaßnahme leben, darunter Mauer- und Zauneidechsen, Schlingnattern, verschiedene Vogelarten, Fledermäuse und Haselmäuse.
Entlang der gesamten Strecke zwischen Basel und Erzingen entstehen rund 300 Reptilienhabitate für Eidechsen und Schlingnattern sowie 600 sogenannte Eidechsenfenster. Letztere bestehen hauptsächlich aus Sandlinsen und eignen sich besonders für die Eiablage der Tiere. Die Habitate hingegen werden ca. 80 Zentimeter tief in den Boden eingebaut, um auch im Winter durch frostsichere Lücken und Spalten Quartiere zu schaffen. Sie bestehen aus Steinriegeln, Totholzhaufen, Wurzelstöcken und Sandlinsen, bei Bedarf umgeben von einem Reptilienzaun, um eine Rückwanderung in den Gleisbereich zu verhindern. Die Habitate liegen vor allem dort, wo große Eingriffe in die Umwelt wie etwa bei den Umbauten der Stationen notwendig sind. Die Eidechsenfenster entstehen in kurzen Abständen entlang der gesamten Strecke. In großen Teilen können sie nur vom Gleis aus mithilfe eines Zweiwegebaggers errichtet werden, was wegen des laufenden Bahnbetriebs nur nachts möglich ist.
Für die heimische Vogelwelt sowie Fledermäuse und Haselmäuse bieten über 1600 Nistkästen neue Quartiere.
Ein Großteil der Reptilienhabitate und Nistkästen sind bereits abgeschlossen.An einigen Stellen ist es für die Bauarbeiten erforderlich, temporär den Bewuchs zurückzuschneiden. An anderen Stellen müssen Bäume und Sträucher dauerhaft weichen, um den notwendigen Sicherheitsabstand zur künftigen Oberleitung gewährleisten zu können. Bis zum Rückschnitt vor Einschaltung der künftigen Oberleitung in 2027 pflanzt die DB dafür rund 50 000 heimische Gehölze in der Region neu an.