

Freitag, 13.02.2026
An den Bahnhöfen Grenzach und Rheinfelden und entlang der Hochrheinstrecke wird momentan gebaut, während weiterhin die Züge fahren. Für das Projektteam und die Baufirmen birgt das Bauen unter laufendem Bahnbetrieb verschiedene Herausforderungen: Im Gleisbereich kann nur in den Pausen zwischen den Zügen gearbeitet werden und das auch nur mit leichtem Gerät. Bei einem dichten Fahrplan wie dem der Hochrheinbahn lassen sich so allerdings kaum Arbeitsschritte umsetzen. Deswegen müssen wir auf die nächtlichen Betriebspausen zurückgreifen, in denen mehrere Stunden kein Zug fährt. Um noch besser voranzukommen, haben wir zusätzlich im Zeitraum von 22 Uhr bis 5 Uhr Schienenersatzverkehr zwischen Basel Bad Bf und Waldshut eingerichtet. Wenn, wie etwa am Bahnhof Grenzach, ein Gleis gesperrt ist und auf den anderen Gleisen weiterhin Züge fahren, ist besondere Vorsicht geboten. Geräte wie Bagger müssen mit besonderer Vorsicht gesteuert werden, um beim Schwenken nicht in den befahrenen Gleisbereich zu ragen.
"Bauen unter Betrieb ist zwar aufwändiger und dauert länger. Dafür können die Fahrgäste wie gewohnt auf der Hochrheinbahn unterwegs sein", sagt Philipp Diringer, Teilprojektleiter für den Abschnitt Grenzach - Schwörstadt. "Bei nächtlichen Bauarbeiten sind dafür die Anwohnerinnen und Anwohner im Nachteil. Hier gilt es immer abzuwägen." Anwohnende erhalten bei Nachtarbeiten eine Ankündigung per Postwurfsendung, um rechtzeitig informiert zu sein.
Der künftige Gleiswechselbetrieb erleichtert das Bauen unter laufendem Betrieb und ermöglicht auf dem Abschnitt Basel Bad Bf - Rheinfelden (Baden) Arbeiten wie etwa den Bau der neuen Oberleitung tagsüber durchzuführen. Auf dem Abschnitt Rheinfelden (Baden) - Erzingen (Baden) wird ein Großteil der Bauarbeiten innerhalb der Streckensperrung ab dem 26. April 2026 umgesetzt.